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Gericht verurteilt Architekten wegen fehlender Dampfsperre

Das Oberlandesgericht Koblenz hat einen Architekten zum Schadensersatz in Höhe von DM 330.000,- verurteilt (Aktenzeichen 3 U 1058/95 vom 17.12.1996). Er hatte an einer Schwimmhallen-Decke aus Beton die Anbringung einer Dampfsperre unterlassen, ohne sich durch entsprechende Sonderfachleute bzw. dampfdiffusionstechnische Berechnungen fachlich abzusichern.

Der Schaden entstand gemäß den Ausführungen der eingeschalteten Sachverständigen durch das „ungehinderte Eindringen von Wasserdampf" in den über der Betondecke liegenden Bodenbelag.

Hier die wichtigsten Zitate aus der Gerichts-Akte:

  • "Die Decke trennt zwei deutlich voneinander unterschiedliche Klima-Zonen" (unten Therapiebad, oben Operationssäle).
  • "Der Beklagte vertrat die Ansicht, dass auf eine Dampfbremse verzichtet werden könne, weil der Bereich zwischen Decke und abgehängter Decken-Konstruktion mit an die Klimaanlage angeschlossen werde...".
  • "Die Entscheidung, auf eine Dampfbremse an der Deckenunterseite vollständig zu verzichten, sei bauphysikalisch falsch, bautechnisch gefährlich und unverständlich gewesen".
  • "Richtig wäre es daher gewesen, an der Deckenunterseite den Dampfdiffusionswiderstand deutlich höher als an der Deckenoberseite zu gestalten, etwa durch den Einbau einer Aluminiumfolie".
  • "Eine Querbelüftungsmaßnahme könne nur in Verbindung mit einer entsprechenden diffusionstechnischen Schutzmaßnahme funktionieren".
  • "Der Beklagte hat seine Planungspflichten schuldhaft verletzt, als er erklärt hatte, eine Dampfbremse sei nicht erforderlich. Diese Aussage war fachlich falsch".
  • "Wegen der sehr unterschiedlichen raumklimatischen Verhältnisse hätte bei der Gestaltung der Geschossdecke unbedingt eine Dampfbremse eingebaut werden müssen".
  • "Nach Überzeugung des Senats hat es der Beklagte versäumt, vor Abgabe seiner fachlichen Äußerung die grundlegenden Informationen genau zu erheben, die für eine zuverlässige Beurteilung der Frage der Dampfsperre erforderlich gewesen wären...".
  • "Er hätte nur nach einer vorherigen diffusionstechnischen Berechnung eine sachlich fundierte Aussage machen können. Ersichtlich hat er sachdienliche Berechnungen hierzu nicht erstellt".
  • "Der Beklagte haftet aufgrund seiner falschen fachlichen Empfehlung den Klägern auf Ersatz des Schadens, der dadurch entstanden ist, dass die Dampfbremse nicht angeordnet worden ist".
  • "Die erste und entscheidende Verantwortung für die Anordnung einer Dampfsperre lag bei ihm als dem bearbeitenden Architekten".

Der Original-Urteilstext und weitere Informationen können angefordert werden bei ISO GmbH, Bahnhofstr. 44, 74254 Offenau, Tel. 07136/5820, Fax 07136/8545 und im Internet unter www.iso.de.

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