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Pellet-Heizungen, eine beliebte Alternative zu Öl und Gas

Das Heizen mit Holzpellets gewinnt auch aufgrund der hohen Öl- und Gaspreise immer mehr Interessenten. Seit 2003 steigt die Zahl der installierten Anlagen deutlich an. Alle renommierten Hersteller bieten geeignete Anlagen über das Fachhandwerk an. Damit die Technik problemlos funktioniert, müssen die System-Komponenten individuell abgestimmt werden. Technische Aspekte sind dabei ebenso zu beachten wie das Nutzerverhalten.

Holzpellets bestehen aus naturbelassenem Restholz und Sägewerksabfällen in Form von etwa 20 bis 50 mm langen Presslingen. Neben einem geringeren Transportrisiko bieten sie gegenüber konventionellen Brennstoffen weitere Vorteile. Holzpellets verbrennen schwefeldioxidfrei und sind CO2 -neutral. Das heißt: Bei der Verbrennung wird genauso viel CO2 frei wie beim Wachstum aufgenommen wurde. Der Brennstoff ist bundesweit verfügbar und die Lieferkapazitäten reichen für tausende von Anlagen. Der Preis für Pellets liegt derzeit ca. 15 - 20 % unter dem vergleichbaren Heizöl- oder Erdgas-Preis. Die Pelletheizung samt Fördersystem und Lagerraum liegt derzeit preislich über den Investitionen für einen Heizkessel für Öl oder Gas. Bei Pellets gibt es auch Qualitätsunterschiede, die von der Holzart und dem Produktionsverfahren sowie der Feuchte abhängen. Auf einen minimalen Staubanteil sollte großer Wert gelegt werden.

Pellet-Heizungen werden als komplette Systeme für Alt- und Neubauten angeboten. Damit alles von Anfang an reibungslos funktioniert, müssen die System-Komponenten unter Beachtung des Nutzerverhaltens sorgfältig abgestimmt werden. Bei der Planung sollte zunächst überprüft werden, ob ausreichend Platz vorhanden ist, um den Kessel oder Einzelofen einzubringen und aufzustellen. Um einen optimalen Komfort zu gewährleisten, müssen die Bedürfnisse der Nutzer in der Planung berücksichtigt werden.

Pelletofen im Wohnbereich
Wenn der Wärmeerzeuger im Wohnraum aufgestellt werden soll, sind Pellet-Einzelöfen geeignet. Einige Geräte besitzen ein Fenster zum Brennraum und bringen dadurch etwas Kaminofen-Atmosphäre mit. Die angebotenen Nennleistungen reichen von rund 5 bis 15 kW. Bei einem sehr gut gedämmten Haus kann ein Pelletofen hohe Anteile des Wärmebedarfs decken. Eine Zusatzheizung wird aber in aller Regel notwendig sein. Die Warmwasserbereitung ist auch mit Pelletöfen möglich. Damit aber im Sommer der Wohnraum nicht unnötig erwärmt wird, sollte der Ofen mit einem zweiten Wärmeerzeuger oder einer Solaranlage zur Warmwasser-Erwärmung kombiniert werden. Die Brennstoff-Vorratsbehälter von Pelletöfen sind vornehmlich noch von Hand zu befüllen. Außerdem müssen die Heizflächen regelmäßig gereinigt und die Asche entfernt werden.

Zentraler Pellet-Heizkessel
Die zweite Möglichkeit ist der vollautomatische Pellet-Heizkessel, der im Heizungsraum aufgestellt die Funktion einer Zentralheizung übernehmen kann. Zentralheizungskessel sind ab 8 kW bis über 20 kW Nennleistung erhältlich. Durch modulierende Arbeitsweise kann der Kessel seine Leistung dem aktuellen Wärmebedarf anpassen. Die Kombination mit einem Pufferspeicher ist ratsam, um die Brennerstarts und damit auch die Emissionen und den Hilfsstrombedarf zu reduzieren. Ist bereits eine Solaranlage installiert, ist ein Pufferspeicher mit ausreichendem Volumen zwingend erforderlich. Den größten Bedienkomfort bieten Pellet-Heizkessel mit automatischer Reinigung und Entaschung. Ein großer Aschebehälter reduziert die Anzahl der erforderlichen Leerungen auf wenige im Jahr. Für ein Brennstoff-Äquivalent von 1000 l Heizöl fallen ca. 30 kg Asche an. Die Asche kann kompostiert oder in den Hausmüll gegeben werden. Im Ein- bis Zweifamilienhaus haben die Kessel in der Regel einen integrierten oder aufgesetzten Kurzvorratsbehälter. Dieser wird entweder manuell oder vollautomatisch über unterschiedliche Fördersysteme aus einem größeren Pelletlager befüllt.

Brennstoff-Lagerung und -Auswahl
Zur automatischen Beschickung können Holzpellets außen in einem Erdtank oder innerhalb des Gebäudes in einem Gewebesilo oder einem Bunkerlager bevorratet werden. Bei der Positionierung des Pelletlagers muss berücksichtigt werden, dass der Brennstoff mit einem Silowagen angeliefert und in das Lager eingeblasen wird. Damit die Pellets bei der Befüllung nicht zu stark abgerieben werden, sollte eine Schlauchlänge von maximal 30 m zwischen Lager und dem Silowagen eingehalten werden. Zur Auslegung des Lagers kann folgender Faustwert verwendet werden: pro 1 kW Heizleistung sollte 0,7 m³ Lagerraum eingeplant werden. Der Leerraum macht etwa ein Drittel davon aus. Ein Kubikmeter Pellets wiegt rund ca. 650 kg und hat einen Energieinhalt von ca. 3250 kWh, also ca. 325 Liter Heizöl bzw. m³ Erdgas.

Der Transport vom Lager zum Kessel kann mit Hilfe einer Förderschnecke oder eines Saugsystems erfolgen. Letzteres hat sich bewährt, wenn der Aufstell- und der Lagerraum nicht unmittelbar nebeneinander liegen. Das Saugsystem schaltet nach Bedarf ein und füllt einen zwischengeschalteten Vorratsbehälter am Kessel periodisch auf. Für den Brennstoffeinkauf sollten verschiedene Lieferangebote hinsichtlich der Mindestabnahmemenge, der Transport- und Befüllkosten und des Preises pro Abnahmemenge verglichen werden. Eine hohe Pelletqualität wird durch das Zertifikat "DINplus" ( www.din-certco.de ) gewährleistet. Auf hochwertigen, möglichst staubfreien Brennstoff sollte Wert gelegt werden, damit die Brennstoff-Zuführung und Verbrennung reibungslos funktionieren.

Schornstein und Aufstellraum
Bei der Planung einer Pellet-Heizanlage in bestehenden Gebäuden ist durch den zu-ständigen Bezirksschornsteinfeger der Zustand und die Verwendbarkeit eines vorhandenen Schornsteins zu prüfen. Für eine möglichst hohe Energieausnutzung sind niedrige Abgastemperaturen wichtig. Die wiederum lassen sich durch optimale Auslegung und regelmäßigen Service durch den Heizungs-Fachbetrieb erzielen. Die notwendige Feuchteunempfindlichkeit des Schornsteins kann mit Edelstahlrohren erreicht werden.

Staatlicher Förderzuschuss
Der Einbau von Pellet-Zentralheizungskesseln wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entsprechend den Richtlinien zum Marktanreizprogramm erneuerbare Energien mit 60 € pro kW installierter Leistung bezuschusst. Förderungswürdige Kessel müssen eine Leistung zwischen 8 und 100 kW und einen Mindestwirkungsgrad von 88 % aufweisen. Bis zu einer Leistung vom 50 kW müssen sie zudem als Zentralheizung betrieben werden. Der Zuschuss beträgt 60 € je kW, mindestens jedoch 1700 € bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %. Pelletöfen werden mit mindestens 1000 € bezuschusst. Förderungsberechtigt sind private Bauherren und Bauträger, kleinere und mittlere Unternehmen und auch Kommunen, kommunale Betriebe, Zweckverbände und eingetragene Vereine.

Der Antrag auf Förderung muss beim BAFA gestellt werden, bevor die Installation beauftragt wird. Das Antragsformular für Privatpersonen und Firmen kann unter Telefax 0180/52126074 abgerufen oder unter www.bafa.de/1/de herunter geladen werden.
Aufgrund der momentan angespannten Haushaltslage werden seitens des BAFA keine Förderbescheide erstellt. Anträge können gestellt werden. Zusagen sind erst zu erwarten, wenn wieder entsprechende Haushaltsmittel eingestellt sind.

Anmerkung:
Die Aussagen zu Förderzuschüssen sind unverbindlich. Wir empfehlen, vor der Investitions-Entscheidung die tagesaktuellen Bedingungen bei den aufgeführten Stellen einzuholen. In der Praxis sind meist auch die ausführenden Fachhandwerker auf aktuellem Stand

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