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Magazin: Kellerausbau


Tapetenarten - Tipps zum Tapezieren

Tapeten werden nach ihrer Herstellung, den Materialien und dem Relief unterschieden.

Vinyl- bzw. Kunststofftapeten waren in den 60er und 70er Jahren sehr beliebt. Sie waren mit den unterschiedlichsten Mustern bedruckt und mitunter mit glänzendem Oberflächenmaterial beschichtet. Vinyltapeten sind urig, einzigartig in ihrem Druck. Allerdings weisen sie eine eingeschränkte Atmungsaktivität auf und beeinträchtigen somit das Raumklima.

Die am häufigsten verwendete Tapete ist heutzutage die Raufasertapete. Sie besteht aus zwei Papierschichten, wobei Holzfasern zugesetzt sind. Diese bilden das Relief. Unterschieden wird zwischen feinen, mittleren und groben Raufasertapeten sowie Tapeten mit Sonderkörnungen.

Prägetapeten weisen ebenso eine Musterung auf, die im Vergleich zu Raufasertapeten allerdings strukturierte, geometrisch angeordnete Formen beinhalten. Profiltapeten vermitteln sogar eine räumliche Tiefenwirkung, bei ihnen wird aufschäumbare Farbpaste eingearbeitet.

Bei Textiltapeten wird auf die Tapete Musterungen aus Baumwolle, Jute, Seide, Leinen oder Kunstfasern aufgebracht, so dass ebenso ein Relief entsteht. In den 80er Jahren waren bräunliche Grasfasertapete beispielsweise recht modern.

 

Tipps:
Tapeten haben den Vorteil, dass Sie feine Unebenheiten in der Wand verdecken können. Und falls Sie eine farbige Tapete wünschen, haben Sie später keine Probleme beim Streichen, da Sie die Wand nicht wieder Weiß bekommen müssen, sondern lediglich die alte Tapete abziehen und anschließend neu Tapezieren müssen.

Wenn Sie neu tapezieren, sollten Sie vorherige Tapeten entfernen. Papiertapeten lassen sich teilweise in ganzen Bahnen abziehen, vor allem wenn sie mit einfachem Wasser per Rolle, Malerpinsel oder Sprüher angefeuchtet wurden. Die Zugabe von etwas Geschirrspülmittel beschleunigt das Aufweichen der Tapete. Ist die Tapete hartnäckig, so wird in das Wasser spezieller Tapetenlöser untergemischt. Schwer wird sich der Handwerker bei wasser- oder scheuerbeständigen Tapeten tun, da sich die Tapete nicht aufweichen lässt. Der Tipp: Mit einer Scheuerbürste- oder einem Nagelbrett lassen die Löcher und Risse in die Tapete reisen, wodurch in die Tapete wieder Wasser eindringen kann.

Bei der Wahl des Tapetenkleisters sollte man in erster Linie die Anweisungen beachten, die beim Kauf der Tapete angefügt sind. Es wird zwischen Normal- und Spezialkleister unterschieden. Spezialkleister haben einen höheren Anteil an Methylzellulose und Kunstharzdispersion, wodurch die Klebekraft des Kleisters verbessert wird. Dennoch sollte nicht aus Bequemlichkeit etwa einfach zum Spezialkleister gegriffen werden, denn Spezialkleister mindert die Atmungsaktivität der Wand.

Bei alten Wänden bzw. extrem reliefartigen Tapeten sollte erwogen werden, ob nicht zunächst ein Makulaturpapier, eine Tapete aus äußerst dünnem Papier, als Untergrund angebracht wird. Sie wird genauso wie eine normale Tapete an die Wand tapeziert und bringt den Vorteil, dass sie die Haftungsfähigkeit für die endgültige Tapete verbessert und Unebenheiten ausgeglichen werden.

 

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