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Magazin: Kellerausbau


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Typisierung von Teppich-Böden 

Teppiche setzen sich aus der Teppichunterseite (Rücken) und der Teppichoberseite zusammen.

Die Unterseite des Teppichs erhöht die Elastizität und Festigkeit des Teppichs, erhöht aber auch den Trittschall- und Wärmeschutz des Teppichs. Häufig wird der Rücken aus einem elastischen Kunststoffschaum hergestellt. Teppiche mit einer solchen geschäumten Unterseite können entweder ganzflächig geklebt oder nur an den Rändern fixiert werden. Besitzt der Teppich jedoch eine Unterseite aus Naturfasern, ist beim Verkleben Vorsicht geboten. Insbesondere bei Geweberücken aus Jute, sollte kein wassergelöster Kleber verwendet werden, da der Teppichboden sonst Wellen schlägt. Als Alternative kann ein Haftgitter als Unterlage gewählt werden.

Die Teppichoberseite bestimmt das Design des Teppichs. Tradiert sind natürlich gewebte Teppiche, die mitunter noch in Handarbeit hergestellt werden und mit den unterschiedlichsten Knüpfmethoden und bunten Fasern gestaltet werden.
Tufting-Teppichböden gibt es seit den 50er Jahren. Bei Tuftingböden erscheint an der sichtbaren Schicht des Teppichs eine so genannte Polschlinge. Bleibt die Polschlinge geschlossen, spricht man von Bouclé-Teppichen (Schlingen-Oberfläche). Werden die Polschlingen aufgeschnitten, so erhält man Velours-Teppiche (Schnitt-Oberfläche).

Wird die Velours- mit der Bouclé-Technik kombiniert, entstehen besonders interessante Muster. Im Design wird weiterhin variiert, indem Fasern, Garne, Polhöhe und Poldichte abgewechselt werden. Dadurch erhält der Teppich sogar eine Hoch-Tief-Struktur. Schlingen- und Velourteppiche gibt es jeweils aus Kunststoff oder Naturfasern (z.B. Schurwolle).

Teppiche mit einer filzartigen Oberseite werden Nadelfilz- und Nadelvlies-Teppiche genannt. Diese sind an der Oberfläche fester und daher strapazierfähiger als Schlinge und Velour.

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Teppichboden-Verarbeitung

Beim Teppich verlegen gibt es zwei Prämissen: Einerseits muss der Teppich sicher verlegt werden. Das heißt, er darf keine Wellen schlagen und die Ränder dürfen nicht abstehen. Denn an oberster Priorität steht natürlich, dass keine Unfälle entstehen dürfen. Andererseits ist es aber auch gut, an Kleber zu sparen, da Teppichkleber Lösemittel enthalten können, die ausdünsten und die Raumluft belasten. Außerdem muss sich der Teppich nach Abnutzung auch wieder leicht und möglichst rückstandsfrei entfernen lassen.

Ganzflächig oder punktuell verkleben?
Je größer die Teppichfläche ist, desto mehr besteht die Gefahr, dass er sich infolge von Lufttemperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausdehnt, wieder zusammenzieht und Wellen wirft. Teppiche mit einer Größe von mehr als 25 m² sollten daher eher ganzflächig verklebt werden. Ganzflächiges Verkleben ist auch in Büroräumen ein Muss, in denen häufig Stühle und Tische verrutscht werden.
Punktuelles Verkleben kann in kleinen Räumen reichen. Dabei gilt: Je schwerer ein Teppich ist, desto formstabiler ist er, desto eher kann man auf das ganzflächige Kleben verzichten.

Teppich auf Holzdielen
Manche Teppichkleber greifen den Unterboden an. Soll der Holzboden geschont werden, kann eine folien- oder gitterartige Zwischenschicht für die nötige Haftung sorgen. Diese Zwischenschicht ist etwa 1-3 mm dick, klebt doppelseitig und wird in Bahnen ausgerollt. Beim Entfernen des Teppichs haftet sie stärker am Teppich als am Boden. Dadurch lässt sie sich leicht und rückstandsfrei lösen.

Tipp:
Lassen Sie den Teppich möglichst einen Tag, zuvor vom Handwerker anliefern und provisorisch in dem entsprechenden Raum ausrollen. Dadurch kann der Teppich schon vor dem Verlegen die Raumtemperatur und -feuchtigkeit aufnehmen und seine endgültige Form annehmen. Man beugt vor, dass er sich erst im Nachhinein ausdehnt und schließlich Wellen wirft.

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Siegel- und Gütebezeichnung von Teppichböden 

Das bekannteste Label für Teppichböden ist das rote t, das "Certificate of Quality", das seit 2002 von der Europäischen Teppich-Gemeinschaft e.V. (ETG) ausgestellt wird. Auf dem Label markieren 1 bis 5 Sterne (je mehr Sterne, desto hochwertiger) die Qualität des Produkts. Als Auszeichnung gilt dabei auch schon, wenn der Teppich ein Label mit nur einem Stern besitzt. Getestet wird nicht nur Haltbarkeit des Teppichs an sich, sondern auch die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit. Daneben wird die Abgabe von Gerüchen, die Einhaltung von Schadstoffen und Emissionsgrenzwerten überprüft. Die Echtheit des Labels kann anhand der ETK-Kontrollnummer kontrolliert werden.

Auf dem Vorgänger-Gütezeichen, dem Teppich-Siegel der Europäischen Teppich-Gemeinschaft e.V. (ETG) sind neben der Kontroll-Nummer auch Symbole abgebildet. Sie markieren, ob ein Teppich antistatisch ist, ob er für den Ruhe-, den Wohn- oder Arbeitsbereich, für Treppen oder Räume mit Fußbodenheizung geeignet ist und ob er im Falle von Feuchtigkeit Form und Farbe verliert.

"Pro Teppichboden" ist ein zusätzlich geschaffenes Siegel, das Teppichhändler und -handwerker auszeichnet. Das Zertifikat wird manchmal in Teppichgeschäften ausgehängt. Es besagt, dass sich Händler und Handwerker verpflichtet haben, Produkt-, Beratungs- und Serviceleistungen entsprechend strenger Richtlinien zu erbringen.

Das "Gut-Signet" wird von der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden vergeben. Es bescheinigt die Umweltverträglichkeit der Produktionsverfahren, dass keine gesundheitsgefährdenden Substanzen im Produkt enthalten sind und von einem Teppichboden nur minimale Emissionen und Gerüche ausgehen.

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