
Unterschiedliche Bodenbeläge
Massivholzdielen und Parkettböden
Wenn man sich einen Holzboden wünscht, muss man auf eines gefasst
sein: Holz ist ein "lebendiges" Material. Das heißt, es
schwindet, quillt, reißt, verzieht, biegt oder wirft sich mit der Zeit.
Wie sehr sich das Holz bewegt, hängt von der Grundfeuchtigkeit, der
Qualität und Art des Holzes, aber auch von der richtigen Verarbeitung
und den Nutzungsverhältnissen ab.
Massivholzdielen oder Parkettboden?
Massivholzdielen sind lange Bretter, die in der Regel auf Lagerhölzer
geschraubt oder genagelt werden. Parkett ist aus einzelnen Stäben oder
Tafeln in einem bestimmten Muster zusammengesetzt und wird vollflächig
auf den Untergrund aufgeklebt. Klassische Muster sind das Würfelmuster,
das Fischgrätenmuster, das Stabparkett, Tafelparkett oder
Mosaikparkett.
Im Gegensatz zu Fertigparkett können bzw. müssen beide Bodenarten
nach dem Verlegen geschliffen und versiegelt werden. Das macht
Massivholzdielen und Parkettboden haltbarer und langlebiger. Die
gängigsten Versiegelungsmaterialien sind Acryl- und Wasserlack,
Kunstharz, Naturöl und Wachs.
Kauf und Lagerung
Vor dem Verlegen sollte das Holz gut ausgetrocknet sein. Normalerweise
wird es im Werk bereits ausgetrocknet und erst verkauft, wenn es eine
Restfeuchte von etwa 10 Prozent erreicht hat. Dennoch sollten Sie das
Holz akklimatisieren lassen: Wenn es vor dem Verarbeiten die Zeit hatte,
die Raumtemperatur Ihrer Wohnung anzunehmen, wird es sich weniger
schnell verziehen.
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Unterschiedliche Parkett-Holzarten
Wie sehr sich das Holz Ihres Bodens verzieht und abnutzt, hängt
wesentlich von der Holzqualität ab. Je härter ein Holz ist, desto
robuster ist es gegenüber Stühle rücken, herunterfallende
Gegenstände und anderen Einwirkungen.
Harte Holzarten sind Palisander, Rot- und Weißbuche, Ahorn, Eiche
und Esche. Zu den mittelharten Hölzern gehören die Birne, Nuss, Birke
und Erle. Weiche Holzarten sind Fichte, Kiefer, Lärche, Tanne, Pappel,
Weide und Linde.
Kernbretter, also die Mittelstücke eines Baumes verziehen sich kaum.
Würde man für den Parkett- oder Dielenboden ausschließlich
Kernbretter benutzen, hätte man also ein gutes Los gezogen. Allerdings
werden Sie kaum einen Hersteller finden, der lediglich Kernbretter
verkauft. Mittelbretter und Seitenbretter verziehen sich mehr. Sie
neigen sich zu ihrer Außenseite.
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Fertigparkett
Fertigparkettböden bestehen aus einzelnen Platten mit
Nut-und-Feder-Elementen. Diese werden nach einem bestimmten System
ineinander geklopft und gegenseitig fixiert. Hergestellt wird
Fertigparkett, indem mehrere Holzschichten miteinander verleimt werden.
Dadurch erreicht man, dass sich der Boden - im Gegensatz zu
Massivholzdielen oder echtem Parkett - weit weniger verzieht.
Früher wurde Fertigparkett häufig verklebt, teilweise auch
verschraubt oder genagelt. Inzwischen wird Fertigparkett überwiegend
"schwimmend" verlegt, denn die einzelnen
Nut-und-Feder-Elemente halten wie ein fertiges Puzzlespiel zusammen.
Nicht einmal an den Zimmerecken muss der schwimmende Fertigparkett
fixiert werden. Das erspart nicht nur Mühen beim Verlegen, sondern auch
beim späteren Entfernen des Bodens.
Wie auch Massivholzdielen oder echte Parkettböden gibt es
Fertigparkett in unterschiedlicher Qualität. Dabei kommt es in erster
Linie auf die Deckschicht an. Sie ist nur wenige Millimeter (2 - 5 mm)
dick. Leider gibt es keinen richtigen Maßstab, an dem man bemessen
kann, wie lange ein Fertigboden wohl "schön aussehen" wird.
Daher müssen Sie sich nach dem Rat des Fachmanns richten und natürlich
davon ausgehen: Je dicker die Deckschicht und je fester die verwendete
Holzart ist, aber auch je teuerer der Boden ist, desto qualitativer wird
er sein.
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Korkparkett
Korkböden sind sehr geschätzt, weil sie sich ganzjährig angenehm
anfühlen. Aufgrund ihrer schlechten Wärmeleitung tragen sie zur
zusätzlichen Fußbodenisolierung bei und können in geringem Umfang
auch Heizenergie sparen.
Korkparkett eignet sich daher ideal für Kinderzimmer, da ja Kinder
bekanntlich gerne auf dem Fußboden spielen. Zudem profilieren sich
Korkböden, weil sie hervorragend Trittschall dämpfen, weil sie
antistatisch und auch unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind.
Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, was ein natürlicher
und nachwachsender Rohstoff ist. Deshalb muss man in Bereichen mit
starker Sonneneinstrahlung mit mäßigem Ausbleichen rechnen. Als Format
wird Korkboden entweder in Quadratform oder ähnlich wie ein üblicher
Fertigparkettboden geliefert. Die Oberflächenstruktur kann feinkörnig
oder grobkörnig, hell, meliert oder dunkel sein.
Was das Verlegen betrifft, so gibt es ihn in unterschiedlicher
Ausführung: Entweder wird der Korkboden verklebt oder in Form von
Nut-und-Feder-Elementen miteinander fixiert und schwimmend verlegt. Auch
was die Versiegelung angeht, gibt es unterschiedliche Ausführungen.
Entweder ist er bereits werkseitig fertig versiegelt oder muss mit Lack,
Wachs oder Öl weiterhin behandelt werden.
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Laminat
Laminatboden besteht wie auch Fertigparkett aus
Nut-und-Feder-Elementen, die miteinander verbunden werden. Der
Unterschied zu Fertigparkett ist in der Herstellung zu suchen.
Das Trägermaterial ist eine Spannplatte oder eine mitteldichte bzw.
hochdichte Faserplatte (MDF / HDF). Die Deckschicht (Overlay) besteht
aus einem bedruckten, imprägnierten Papier, das mit Kunstharz
aufkaschiert wird. Die Festigkeit dieses Overlays bestimmt über die
Qualität und Haltbarkeit des Laminatbodens.
Allgemein ist Laminat weniger strapazierfähig als üblicher
Fertigparkettboden. Es gibt ihn in unterschiedlichen Qualitätsklassen.
Hersteller geben häufig an, ob ihr Laminatboden lediglich für Ruhe-,
oder auch für Wohn- und Büroräume geeignet ist.
Um die Qualität von Laminatböden zu überprüfen, hat die
Gütegemeinschaft Laminatfußboden e. V. das RAL-Gütezeichen
entwickelt. Getestet wird unter anderem, ob die Böden die geltenden
Grenzwerte für Schadstoffe einhalten.
Da Laminate künstlich
hergestellte Beläge sind, ist hier der Rat des Fachmanns über Eignung
für den bestimmten Einsatzzweck dringend einzuholen.
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Laminatfußböden überzeugen durch Natürlichkeit und Qualität
Natürliches Wohnen mit Holz findet immer mehr Anhänger.
Laminatfußböden passen sich mit dunkler oder heller Farbgebung,
Nussbaum, Pinie, Ahorn oder Birke usw. gut der Umgebung an und zaubern
Wärme in die Räume.
Immer mehr Menschen legen Wert auf natürliches Wohnen. Ein Grund,
warum der Landhausstil mehr und mehr die Städte erobert. Laminatfußböden
passen sich diesem Trend optimal an. Die neuen Dekore beim Laminat
überzeugen durch ihre anspruchsvolle, naturgetreue Optik, die in ihrer
Oberflächengestaltung an geölte Holzfußböden erinnert. Ausdrucksstarke,
warme Töne, leicht ins Rötlich-Braune spielend, dominieren bei den
Holz-Oberflächen.
Die perfekte Reproduktion der Holzmaserung entspricht mehr denn je
ihrem natürlichen Vorbild, authentische Fugenoptik vermittelt rustikales
Wohnambiente. Aber auch helle Hölzer, wie Ahorn, Birne oder Kiefer in
naturgetreuer Optik sind trendbestimmend, geben dem Raum einen
schlichten, zurückhaltenden Rahmen, die ideale Bühne für die
Inszenierung leichter, moderner Einrichtungen. Neue exklusive
Holz-Nachbildungen mit tropischer Anmutung komplettieren die Sortimente
der Laminatfußbodenproduzenten.
Mediterranes Farbambiente in Terrakotta, Azurblau, Weiß oder
Schiefergrau kennzeichnen die Laminatboden-Optik bei den Fliesendekoren.
Sind es Fliesen oder ist es ein Laminatfußboden? Der Unterschied ist bei
den neuen, modernen Fliesendekoren kaum noch feststellbar. Der
Laminatfußboden überzeugt durch seine absolut authentische
Fliesenstruktur, fußwarm und leise im Auftritt.
Mit integrierter Trittschalldämmung, einfacher Klick-Verlegung und
antibakteriellen Oberflächen präsentieren sich Laminatfußböden heute als
moderne, innovative Produkte, die für jeden Fußboden die ideale Lösung
bieten.
Qualitativ hochwertige Laminatfußböden entsprechen höchsten
Anforderungen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit. Das
RAL-Gütezeichen steht dabei für erstklassige Produktqualität.
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Linoleum-Boden
Linoleumböden werden entweder in Fliesen oder großflächigen
Bahnen ausgeliefert, so dass sie in einem Stück verlegt werden können.
Sie bestehen aus Leinöl, Naturharzen und Korkmehl mit einer
Trägerschicht aus Jutegewebe. Das heißt, dass sie aus überwiegend
natürlichen Rohstoffen hergestellt und umweltfreundlich sind.
Der Vorteil von Linoleum ist, dass er ohne weiteres gewischt werden
kann. Daher eignet er sich gut für Flur-, Keller-, Küchen- und
Bäderböden. Zudem ist er robust gegenüber Öle, Fette, Säuren und
Chemikalien.
Damit ein Linoleumboden wirklich wasserfest ist, müssen seine Nähte
verschweißt werden. Das sollte unbedingt dem Fachmann überlassen
werden, denn dringt Feuchtigkeit unter den Boden ein, kann sie kaum
austrocknen und daher zu Feuchteschäden führen.
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Bodenbelag: PVC
PVC-Böden gehören zu den reinen Kunststoffbelägen. Sie sind nicht
atmungsaktiv und daher nicht feuchtigkeitsregulierend.
Doch was an einer Stelle ein Nachteil ist, ist an anderer Stelle ein
Vorteil. PVC-Böden sind die richtige Lösung für stark beanspruchte
Räume wie Hauseingang, Werkstätten, Kellerräume und
Hauswirtschaftsraum. Sie sind hoch belastbar, abriebfest und
pflegeleicht.
PVC ist nur wenige Millimeter dick und kann dadurch auch auf
vorhandene alte Fliesenbeläge geklebt werden. So kann der Raum auch
ohne große Reißereien wie neu wirken. Da PVC-Beläge in vielen Farben
erhältlich sind, können sie auch einen Kellerraum mit vormals
beispielsweise grauem Estrich-Boden in einen freundlich aussehenden
Bastelraum verwandeln.
Mühsames Abspachteln von Kleberesten gehört der Vergangenheit an
Früher wurden PVC-Böden ganzflächig verklebt. Inzwischen ist ein
PVC-Fixierer hergestellt worden, der zwar ähnlich wie ein
herkömmlicher Kleber mit einer Rolle aufgetragen wird. Er grenzt sich
jedoch insofern ab, als er sich beim Entfernen des PVCs vollständig vom
Unterboden ablöst. Eventuelle Reste können mit heißem Wasser
weggewischt werden. Wie auch bei Linoleumböden werden die Nahtstreifen
verschweißt, so dass der Boden durch und durch wischfest ist.
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Fliesen
Fliesen eignen sich für Räume, die feucht werden können, die
stark beansprucht und häufig geputzt werden: Treppen, Dielen,
Windfänge, Küchen, Kellerräume und Bäder. Im Außenbereich werden
sie für Terrassen gerne hergenommen.
Fliesen für den Außenbereich müssen frostbeständig sein. Welcher
Fliesentyp dafür de facto in Frage kommt, hängt von der
Materialzusammensetzung und dem bei der Herstellung gewählten
Brandverfahren ab.
Steingutfliesen sind nur für den Innenbereich geeignet. Sie
sind relativ weich, aber auch porös und nehmen Wasser auf. Daher
scheidet - wegen der Frostgefahr des aufgesogenen Wassers - die
Verwendung im Außenbereich aus.
Steinzeugfliesen sind robuster. Sie sind wesentlich härter
als Steingutfliesen und nehmen kaum Wasser auf. Daher können sie auch
im Außenbereich, beispielsweise für Terrassen oder Außentreppen
verwendet werden. Achten Sie beim Kauf auch, ob Steinzeugfliesen
rutschfest sind, damit Sie Ihre Terrasse auch nach einem Regenschauer
betreten können.
Fliesen werden zudem entsprechend ihrer Abriebs- bzw.
Belastungsgruppen klassifiziert. Fliesen der Abriebgruppe 1 sind nur
für Räume mit leichter Beanspruchung geeignet, Fliesen der
Abriebgruppe 4 für stärkste Beanspruchung im Innen- sowie im
Außenbereich.
Für Fliesenböden im Haushalt sollten sie mindestens Fliesen der
Abriebgruppe 3 wählen.
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Teppichböden
Teppichböden erzeugen ein wohlig-warmes Raumklima. Je dicker und
fester sie sind, desto besser isolieren sie. Das betrifft sowohl den
Schallschutz (Teppich als Schallschlucker und als Trittschallschutz) als
auch den Wärmeschutz (Dämmung vom Unterboden). Studien zufolge muss
man einen Raum, der mit Teppichboden ausgestattet ist, um 1° C weniger
heizen, als einen Raum mit glattem Boden - dennoch empfindet man den
Raum als gleich warm. Man spart also mit den Jahren auch Energiekosten.
Bezüglich des Materials werden zwei Klassen von Teppichböden
unterschieden: Teppichböden aus Chemiefasern und Naturfasern.
Teppiche aus Chemiefasern bestehen aus Polyamid, Polyester,
Polyporpylen und Polyacrylnitril. Sie verschmutzen weniger schnell, sind
in der Regel strapazierfähiger und leichter zu pflegen. Allerdings
laden sie sich elektrostatisch auf, was sowohl im direkten Kontakt für
Menschen als auch aufgrund der Ionisierung der Luft unangenehm sein
kann.
Teppichböden aus Naturfasern bestehen aus Wolle, Baumwolle, Kokos,
Sisal und Tierhaaren. Sie erzeugen ein besseres Raumklima, da sie im
höheren Maße ausgleichend für das Raumklima wirken und sowohl besser
Wärme dämmen als auch Schall schlucken. Der Nachteil: Teppichböden
aus Naturfasern nutzen sich etwas schneller ab als Kunststoff-Beläge.
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