bau-web.de - Bauen und Modernisieren

bau-web.de bietet
Ihnen die meistge-
nutzten Ratgeber
für Bauherren in
Deutschland.

Online-Dienste
  - Kompass
- Baut
- HausOrdner
- Energie-Check

- Prospekt-Aktuell
- Gas/Stromtarife
Informationen
  - Produkt-Infos
- Magazin
- Literatur
- Baurecht
- Energie, Umwelt
- Heizölpreise
- Versicherungen
- Links
Presseinfos
Partner
Sitemap
Impressum

© EN-OP-INSTITUT

homeinformationenmagazinkellerausbau abdichtungsarten

Magazin: Kellerausbau


Angriffsarten und Abdichtung von Kelleraußenwänden 

In der heutigen Zeit werden Dach- und Untergeschosse als vollwertige Wohn- und Aufenthaltsräume genutzt. Dies setzt hohe Ansprüche an die betreffenden Gebäudeaußenbauteile. Dass heißt, diese Bauwerksteile müssen den äußeren Einflüssen standhalten. Kelleraußenwände unterliegen Einflüssen, die im Zusammenhang mit dem Erdreich stehen, z. B. der Erddruck selbst, Feuchtigkeit/Wasser infolge von versickerndem Regenwasser bis hin zu drückendem Wasser aus anstehendem Stau- und Grundwasser.

Im Rahmen einer Sanierung bzw. Umnutzung des Kellergeschosses kann es sinnvoll bzw. erforderlich sein, die Abdichtung der Kelleraußenwände zu ergänzen, zu erneuern bzw. instand zu setzen.

Man unterscheidet zwei Abdichtungsformen:

  1. Horizontale Abdichtung im Querschnitt der Kelleraußenwand.
    Sie verhindert, dass Feuchtigkeit von unten her in die Wand wandert.
  2. Vertikale Abdichtungen an der Kelleraußenwand.
    Sie verhindert das Eindringen von Feuchte über die Wand-Außenfläche.

Beide Abdichtungen sind zwingend erforderlich. Eine kann ohne die andere nicht funktionieren. Vor den Abdichtungsarbeiten sollte jedoch geklärt werden, welche Einflüsse auf die Kelleraußenwand wirken können bzw. welche Ursachen zur evtl. Durchfeuchtung geführt haben.

Man unterscheidet drei Einflussfaktoren im Hinblick auf Feuchtigkeit und Wasser im Erdreich:

  • Bodenfeuchtigkeit,
  • nicht drückendes Wasser,
  • von außen drückendes Wasser.

Da Feuchte im Boden immer vorhanden ist, muss mit Bodenfeuchtigkeit immer gerechnet werden. Die anderen beiden Angriffsarten hängen vom anstehenden Erdreich und Stand des Grundwasserpegels ab. Für das Erdreich ist dabei das Hauptkriterium die Wasserdurchlässigkeit. Das heißt, dass eine Abdichtung der Kelleraußenwand niedrigere Anforderungen haben muss, bei Böden, die stark durchlässig sind und das anfallende Niederschlagswasser bis zum freien Grundwasserstand absickern kann, ohne sich auch nur vorübergehend aufzustauen. In allen anderen Fällen muss die Abdichtung höherwertig ausgeführt werden. Die Durchlässigkeit ist im Zweifelsfall durch eine Baugrunduntersuchung zu ermitteln. Es wird empfohlen, diese vor den Abdichtungsarbeiten immer durchführen zu lassen. Erst das Ergebnis dieser Untersuchung lässt die Abdichtungsart sinnvoll planen. Ebenso können dadurch auch Rückschlüsse auf einen evtl. Einbau einer Drainage (siehe gesonderten Artikel) gezogen werden.

Bemessung und Ausführung der Abdichtung sind in der DIN 18 195 beschrieben. Sie gilt auch für die nachträgliche Abdichtung in der Bauwerkserhaltung oder auch in der Baudenkmalpflege. Sie beschreibt Abdichtungen und ihren richtigen Einbau mit Bitumenbahnen und -massen, Kunststoff- und Elastomer-Dichtungsbahnen, Metallbändern, Asphaltmastix und kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen. 

Da für diese Werkstoffe unzählige Produkte auf dem Markt sind, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

 

Führende Unter-
nehmen
der deut-
schen Bauwirt-
schaft arbeiten mit
uns zusammen,
um Sie zu beraten.


Kostenlose Ratgeber für Bauherren und Modernisierer