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Hinterlüftete Fassade: Was ist zu beachten? 

Hinterlüftete Fassaden kommen sowohl bei Neubauten als auch bei einer Haus-Modernisierung in Frage. Sie kann die Hauswand verschönern und bietet zusätzlich noch Schutz vor Wind und Wetter. Bei Fehlern bei der Konstruktion kann es allerdings zu Problemen wie Schimmelbildung führen.

Auf der Außenmauer wird eine Unterkonstruktion (z.B. aus Holz) waagerecht befestigt. Dazwischen wird eine Dämmschicht gelegt. Dann wird die Lattung senkrecht für den Hinterlüftungsraum angebracht und zuoberst folgt die Sicht-Bekleidung.

Durch diese zusätzlichen Schichten wird das Mauerwerk dicker als zuvor. Beim Altbau erfordert das möglicherweise Anpassungsmaßnahmen. Durch diesen zusätzlichen Aufbau sitzen die Fenster tiefer im Mauerwerk und schränken das Tageslicht ein. Wer das nicht in Kauf nehmen möchte, muss die Fenster neu einbauen bzw. vergrößern. In vielen Fällen wird auch der Dachvorsprung knapp und die Regenablauf-Rohre müssen versetzt werden.

Um den Kostenaufwand einschätzen und mögliche Energieersparnisse zu ermitteln, ist es ratsam, in der Planungsphase einen Architekten oder einen Bauberater zu konsultieren. Der Experte sollte bauphysikalische Berechnungen aufstellen und mögliche Fördermittel mit einbeziehen.

Welches Bekleidungsmaterial gewählt wird, richtet sich nach dem Wohnumfeld, dem Geschmack und natürlich auch nach den Kosten. Meist sind Faserzementplatten, Schindeln oder Steinzeugfliesen für ein Ein- oder Zweifamilienhaus gefragt. Es bieten sich auch Schiefer, bekleideter Rauspund oder Spanplatten, Well- und Trapezprofile aus Metall oder Kunststoff und Holzverkleidungen an. Mit der qualifizierten Ausführung steht und fällt die Fassade. Daher sind unbedingt bewährte Systeme zu empfehlen und die Beauftragung erfahrener Handwerker.

Besonderes Augenmerk gilt der Dämmung:

  • Wurde das richtige Material verwendet?
  • Sind die Anschlüsse der Dämmung winddicht?

Ein ausreichend großer Hinterlüftungsraum sorgt dafür, dass die Außenfassade in kürzester Zeit abtrocknet. Vertikale Abschottungen sollten vermieden werden, damit die Luft ausreichend zirkulieren kann. Lüftungsschlitze oder - siebe sind eine weitere Voraussetzung für gute Durchlüftung.
Schwachstellen einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade sind Fenster- und Türöffnungen. Auf jeden Fall muss die Fensterbank überstehen, sonst kann Wasser hineinlaufen, sie darf nicht bündig abschließen.
Dies gilt ebenso für den Dachrandabschluss dort gilt es auf einen Überstand und eine Tropfkante, zu achten.

 

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