 Steinwolle
- Eigenschaften und Einsatzgebiete
Seit fast 100 Jahren vertrauen Bauherren auf Produkte aus Steinwolle, und dies aus
gutem Grund: Steinwolle ist ein umweltverträgliches Produkt, das vor Wärme und Kälte
schützt, Schall dämmt und durch den hohen Schmelzpunkt einen optimalen Brandschutz
bietet.
Wie wird Steinwolle hergestellt?
Steinwolle wird in einem Prozess hergestellt, der einem Vulkanausbruch sehr ähnlich ist.
Dabei werden vulkanisches Gestein, zum Beispiel Diabas, und Recyclingmaterial bei 1.500
Grad Celsius geschmolzen und dann in einer Spinnmaschine zerfasert. Aus einem Kubikmeter
Rohstoff werden so fast 100 Kubikmeter Steinwolle gewonnen. Das Material kombiniert die
mechanischen Eigenschaften von Stein (Haltbarkeit, hoher Brennpunkt) mit denen der Wolle
(Flexibilität, Wärmedämmung). Die Verdichtung, der Bindemittelgehalt und die
Orientierung der Fasern in der Wolle sind ausschlaggebend dafür, welchen spezifischen
Anforderungen das fertige Produkt genügt von weichen Schalldämmplatten mit
geringer Rohdichte bis hin zu extrem widerstandsfähigen Dachplatten.
Die Eigenschaften der Steinwolle
Die Verwendung von Steinwolledämmungen sorgt in Konstruktionsteilen für sehr niedrige k-Werte
und bietet so einen guten Wärmeschutz. Der Energieverbrauch wird deutlich
reduziert. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz: Durch die Verringerung der
Heizenergie wird der CO2-Schadstoffausstoß deutlich gesenkt. Wichtig ist in
diesem Zusammenhang auch die positive Umweltbilanz der Steinwolle, denn während
der gesamten Lebensdauer eines Steinwolle-Produktes wird mehr als das Tausendfache der
Energie eingespart, die zu seiner Herstellung benötigt wurde.
Steinwolle dämmt sehr gut gegen Schall. Durch ihre offenporige Struktur ist sie in der
Lage, eindringende Schallwellen zu absorbieren. Der Einbau einer Schalldämmung aus
Steinwolle kann die Lautstärke um mehr als die Hälfte reduzieren und schützt Menschen
effektiv vor Lärm und den daraus entstehenden Gesundheitsschäden.
Seit 1995 gibt es auf dem deutschen Markt biolösliche Steinwolle, die wie die
Europäische Union erst Ende 1997 bestätigt hat gesundheitlich unbedenklich ist.
Eventuell eingeatmete Faserbruchstücke werden im Körper aufgelöst bzw. von den
körpereigenen Zellen schnell abtransportiert.
Immer stärker in das Bewusstsein von Bauherren rückt die Tatsache, dass durch den
Einsatz von Steinwolle nicht nur Wärme- und Schalldämmung, sondern ohne Mehraufwand auch
ein effektiver Brandschutz gewährleistet wird. Der Schmelzpunkt der Steinwolle
liegt bei über 1.000 Grad Celsius. Sie schützt deshalb bei einem Brand die
Baukonstruktion und die Baustoffe vor Brandeinwirkung und verhindert die Brandausbreitung.
Vielfältige Einsatzgebiete
Produkte aus Steinwolle eignen sich für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Die
klassischen Anwendungen liegen im Hochbau und im Innenausbau: Von leichten
Produkten zur Dachdämmung über Fassadenplatten mit hoher Abreißfestigkeit bis hin zu schweren
Flachdachplatten. Im Innenbereich werden Produkte aus Steinwolle zum Beispiel bei
Trennwänden oder der Innenraumdämmung verwendet und finden auch im
Passivhaus ihren Einsatz. Steinwolle wird darüber hinaus als
technische Isolierung verwendet. Hier reduziert sie den Energieaufwand von Prozessen und
verringert zum Beispiel Wärmeverluste bei Rohrleitungen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Informationszentrale Steinwolle
Obere Zeil 2
61440 Oberursel
Tel.: 061 71 - 58 87 35
Fax: 061 71 - 58 87 40 |