
Woran erkenne ich einen seriösen und guten Bauunternehmer?
Der Bau eines Hauses oder eines sonstigen Werkes stellt ein für
den Laien nur schwer durchschaubares Vorhaben dar. Ähnlich wie bei
dem Besuch bei einem Arzt oder Anwalt ist man dazu gezwungen,
aufgrund mangelnder Kenntnis des Sachgebietes seinem Gegenüber ohne
nähere Prüfung Vertrauen zu schenken. Da überrascht es nicht, dass
viele private Bauherren einen Werkauftrag fast ausschließlich nach
Sympathie vergeben. Dabei gibt es auch bei der Auswahl eines Bau-
oder Werkunternehmers – neben der Recherche im Internet – wichtige
Kriterien, die man unbedingt beachten sollte.
Von zentraler Bedeutung sind hier vor allem die
Angebotsbeschreibung und der dazu gehörige Werkvertrag. Je konkreter
Angebotsbeschreibung und Werkvertrag formuliert sind, desto weniger
Streitpunkte wird es in der Folge der Ausführung des Werkes geben.
Einem Bauunternehmer, der über besonders detaillierte
Vertragsbedingungen und eine konkrete Angebotsbeschreibung verfügt,
wird der ordnungsgemäße Ablauf der Werkerstellung besonders am
Herzen liegen. Er will Streit vermeiden, auch wenn das für ihn
bedeutet, dass der in Zukunft wenig Spielraum bei nachträglichen
Preisverhandlungen hat. Ein weniger seriöser Bauunternehmer wird
insbesondere bei der Baubeschreibung oberflächlich arbeiten. So hat
er die Möglichkeit, sich im Nachhinein darauf zu berufen, dass
wesentliche Elemente, die für den Laien wie selbstverständlich zu
der Erstellung des Werkes gehören, nicht im Vertragsangebot
enthalten waren.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Nennung von Referenzen.
Jeder Bauherr sollte vor der Beauftragung eines Bauunternehmers,
diesen auffordern, Referenzen zu benennen. So hat der Bauherr die
Möglichkeit, sich mit anderen Bauherren auszutauschen, die bereits
Erfahrungen mit seinem Bauunternehmer gemacht haben. Weigert sich
der Bauunternehmer, Referenzen zu benennen, ist von einer
Beauftragung abzusehen.
Nicht zuletzt ist auch eine Bonitätsprüfung ratsam.
Quelle: Dr. Bauer & Partner
November 2007
|