|
 Bodenaufbau für Fußbodenheizung
Konventionelle Boden-Konstruktionen für Fußbodenheizung benötigen
ca. 65 mm Estrichhöhe. Dieser Estrich bedeutet ein zusätzliches
Gewicht von ca. 130 kg/m². Dieses Zusatzgewicht muss insbesondere bei
Holzbalken-Decken statisch berücksichtigt werden.
Da zur reinen Estrichhöhe auch noch Trittschallschutz und
Wärmeschutz hinzukommen sind derartige Fußbodenheizungs-Konstruktionen
für den nachträglichen Ausbau oft zu hoch und daher nicht geeignet.
Alternativ dazu gibt es Trockenbausysteme mit einfach zu verlegenden
Estrichelementen als Last- und Wärmeverteilschicht für den
nachträglichen Einbau. Diese sind leichter und erheblich dünner
aufgebaut.
Unterscheidungen gibt es bei
- Warmwasser-Fußbodenheizungen: Hier werden spezielle,
vorgefertigte Elemente zur Aufnahme der Heizrohre verwendet. Diese
sind in der Regel aus Polystyrol, Polyurethan etc. hergestellt und
benötigen auch Aufbauhöhen von mehreren Zentimetern.
- Elektro-Fußbodenheizungen: Für Modernisierungen eignet sich das
so genannte Flächenheizelement. Dieses vorkonfektionierte
Heizelement hat eine Bauhöhe von weniger als 3 mm.
Flächenheizelemente können direkt auf vorhandenen Untergrund
verlegt werden. Danach erfolgt eine Abdeckung mit Dünn- bzw.
Mittelbettmörtel. Allerdings sollte der Wärme- und
Trittschallschutz vorher von einem Fachmann geprüft werden.
Als Endbeschichtung folgen Fliesen oder keramische Platten in einem
für die Fußbodenheizung geeigneten Dünnbettmörtel.
Folgende Bodenbeläge sind fußbodenheizungsgeeignet:
Natur- oder Betonstein, Textilbeläge, PVC, Linoleum, Laminate, Parkett,
Kork.
Wichtig ist darauf zu achten, dass der ausgewählte Bodenbelag auch
vom Hersteller / Anbieter als fußbodenheizungsgeeignet ausgewiesen ist.
Die zugelassenen Teppichböden sind mit einem entsprechenden Symbol
gekennzeichnet.
Generell ist der Wärmedurchlasswiderstand des Bodenbelags auf
maximal R = 0,15 m²K/W zu begrenzen, damit die Fußbodenheizung
genügend Wärme an den Raum abgeben kann. Nachträglich ausgelegte
Teppiche können die Wärmeabgabe über die Fußbodenfläche erheblich
mindern.
Da die speziellen Lösungen für den Altbau technisch sehr
vielfältig sind und immer an die örtliche Situation angepasst werden
müssen, ist dringend vor der Maßnahme zu einer Beratung durch einen
Fachhandwerker (z.B. Raumausstatter) zu raten.
zurück>>
|