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Informationen zum Thema Bauen und Modernisieren


Checkliste um Schimmelpilzentstehung zu vermeiden

Die Thematik der Schimmelpilze in Wohnräumen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Da Schimmelpilze in Wohnungen nachweislich gesundheitliche Beschwerden, wie Schleimhautreizungen, Allergien, Husten, Kopfweh, Müdigkeit, Infektionen u. ä. hervorrufen können, sollte alles getan werden, um die Entstehung zu verhindern.

Das Wachstum von Schimmelpilzen wird im Wesentlichen von drei Faktoren beeinflusst:
Feuchtigkeit, Temperatur und Nährstoffangebot.

Grundsätzlich ist wichtig, dass Schimmelpilze nur dort entstehen und gedeihen können, wo erhöhte Feuchtigkeit vorhanden ist. Trockene Wände schimmeln nicht.

Folgende Regeln sollen helfen Ursachen zu erkennen und Schimmelpilze zu vermeiden:

  1. Überprüfen, ob die Feuchtigkeit von außen kommt. Defekte Dach-, Balkon bzw. Terrassenentwässerungen sind umgehend zu beseitigen bzw. beseitigen zu lassen. Im Kellergeschoss können umfangreichere Maßnahmen zur Trockenlegung notwendig sein.
  2. Handelt es sich um Kondensfeuchte von innen, so gelten alle weiteren Regeln.
  3. Grundsätzlich entsteht Kondensfeuchte nur dort, wo die Oberflächentemperatur zu kühl ist. Der Taupunkt der Raumluft wird unterschritten. Daher müssen alle Überlegungen zum Ziel haben, entweder die Oberflächentemperatur zu erhöhen oder die Luftfeuchtigkeit zu senken.
  4. Die Oberflächentemperatur wird durch Wärmedämmung oder durch Beheizung erhöht.
  5. Nachträgliche, zusätzliche Dämmmaßnahmen sind nach Möglichkeit außen vorzunehmen. Es gibt aber auch geeignete Maßnahmen zur Innendämmung. Hier ist aber fachliche Beratung notwendig, die die genauen Gegebenheiten berücksichtigt.
  6. Überprüfung der Lüftungsgewohnheiten, Querlüftung 2-3 mal täglich, 2-15 Minuten lang (je nach Wind-Situation).
  7. Kontrolle der Raumlufttemperatur, die Differenz innerhalb einer Wohnung sollte 4 K nicht überschreiten.
  8. Erhöhtes Feuchtigkeitsaufkommen beim Backen, Braten, Kochen, Duschen, Baden sofort direkt ins Freie ableiten. Keine Verteilung der Feuchtigkeit in der Wohnung durch geöffnete Türen zulassen.
  9. Einsatz technischer Hilfsmittel (Entlüftungseinrichtung)
  10. Messung der Feuchtigkeit mit einem Hygrometer, 65% relative Luftfeuchtigkeit sollten als Obergrenze eingehalten werden.
  11. Einrichtungsgegenstände an Außenwänden sind nicht Luftstrom behindernd anzuordnen (mind. 5 cm Abstand zur Wand). Raumecken sind möglichst frei zu halten.
  12. Verwendung diffusionsoffener Baustoffe, Vermeidung von Dampfbremsen und „atmungsdichter" Stoffe, Folien, Tapeten oder Farben.
  13. Austrocknung feuchter Bauteile vor jeder Sanierung!

Sollte die Entstehung von Schimmelpilzen trotz Beachtung der genannten Regeln sich nicht dauerhaft verhindern lassen, dann ist dies nicht „auf die leichte Schulter“ zu nehmen. Die Ursache sollte durch bauphysikalischer und/oder –biologische Untersuchungen entsprechender Fachleute unbedingt herausgefunden und beseitigt werden.

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