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Informationen zum Thema Bauen und Modernisieren


Wichtige Kennzahlen von Heizkesseln

Um die Leistungsfähigkeit von Heizkesseln und Heizungsanlagen zu kennzeichnen, wurden Fachbegriffe wie Nutzungsgrad, Wirkungsgrad, Nennwärmeleistung und Feuerungswärmeleistung definiert.

Der Nutzungsgrad beschreibt das Verhältnis aus jährlich abgegebener und zugeführter Energiemenge. Unterschieden wird der Jahresnutzungsgrad (bezogen auf die maximal zulässige Kesselleistung) und der Normnutzungsgrad. Letzterer wird als Vergleichsgröße für die Effizienz von neuen Heizkesseln verwendet und wird aus dem Mittelwert von fünf genormten Teillast-Nutzungsgraden berechnet.

Als Wirkungsgrad (auch: Kesselwirkungsgrad) hingegen bezeichnet man den momentaner Wert aus dem Verhältnis von abgegebener und zugeführter Leistung zu einem bestimmten Betriebszeitpunkt.

Die Nennwärmeleistung bezeichnet dabei die maximale Leistung, die ein Heizkessel im Dauerbetrieb in einer bestimmten Zeit abgeben kann.

Die Feuerungswärmebelastung (auch: Nennwärmebelastung) ist die Heizenergie, die dem Heizkessel in einer bestimmten Zeiteinheit von der Feuerung zugeführt wird.

Bei der Differenz zwischen zugeführter und abgegebener Energie spielen Abgas- und Auskühlverluste eine große Rolle. Der sensiblen Abgasverlust eines Heizkessels gibt an, wie viel Prozent der Brennstoffenergie mit den Abgasen ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Maximal 9-11 % der Brennstoffenergie sind erlaubt. Dieser Wert wird regelmäßig vom Schornsteinfeger ermittelt und im Protokoll festgehalten. Als latente Abgasverluste bezeichnet man die Energie, die im entweichenden Wasserdampf als Kondensationswärme ungenutzt verloren wird. (Heizöl: ca. 6%, Gas: ca. 11%)

Brennwert-Heizkessel nutzen diesen Effekt und minimieren diese Verluste. Sie haben daher einen entsprechend höheren Nutzungsgrad.

Des Weiteren spielt der Auskühlverlust eine Rolle. Er tritt durch die unmittelbare Wärmeabgabe des Kessels an seine Aufstellungsumgebung auf. Eine hohe Lufttemperatur im Heizraum zeugt von hohen Auskühlverlusten und mangelnder Wärmedämmung des Kessels oder der Installation.


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