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Informationen zum Thema Bauen und Modernisieren


Flachdach-Begrünung auch nachträglich möglich

Für pflegeleichte Gründächer gibt es aufgrund der Vielzahl an gestalterischen Elementen die verschiedensten kreativen Lösungen. Pflanzen und Stein lassen sich phantasievoll kombinieren und bieten Wohnlichkeit selbst dort, wo vorher nur kahler Kies zu sehen war. Doch die Dachbegrünung bietet nicht nur ästhetische Vorteile.

Eine Dachbepflanzung vermindert Wärmeübertragung und schwächt extreme Temperaturen ab. Besonders in den Sommermonaten zeigen sich spürbare Verbesserungen des Raumklimas im Obergeschoss. Da Heiz- und Klimatisierungskosten reduziert werden, geht damit außerdem eine Verbesserung der Energiebilanz einher.

Auch wenn die Anfangsinvestitionen für ein wärmedämmendes Gründach bei rund 20% über denen eines reinen Kiesdaches liegen, lohnt sich die Investition auf lange Sicht somit auch finanziell. Dies gilt umso mehr, da einige Länder und Kommunen finanzielle Förderung gewähren, da wegen des natürlichen Rückhalteeffekts die Kanalsysteme entlastet werden. Je nach Substratdicke und -material werden 50 bis 90 Prozent der Niederschläge in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt. Die Förderbeträge der Länder und Kommunen werden anteilig nach Herstellungskosten oder Oberflächengröße gewährt. Die jeweilige Regelung ist bei Stadtwerken, Wasserbetrieben oder dem Tiefbauamt zu erfahren.

Diese positiven Effekte beziehen sich jedoch nicht nur auf Neubauten. Auch bei der Begrünung von Altbauten lässt sich ein erhebliches Einsparpotenzial konstatieren. Bei nachträglicher Begrünung lassen sich so etwa 1-2 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter einsparen. 

Auch in Bezug auf Haltbarkeit haben Gründächer Vorteile: 
Während ein Kiesdach nach 15 bis 25 Jahren saniert werden muss, halten Gründächer 30 Jahre und mehr. 

Voraussetzung ist eine fachgerechte und professionelle Installation: 
Eine wurzelfeste Folie, versehen mit einem speziellen Schutzvlies, schützt den Dachaufbau vor mechanischen Schäden. Für die Versorgung der Vegetation wird darüber eine Drainschicht mit hoher Wasserhaltefähigkeit angebracht. 

Bei einer Dachneigung von 2-5 Grad können weitere Drainelemente optional verlegt werden. Ab 5 Grad Neigung sollten diese auf jeden Falls angebracht werden. Daher ist Dachbegrünung auf geneigten Dächern tendenziell teurer als auf Flachdächern.

Es werden zwei Arten von Dachbegrünungen unterschieden.
Die kostengünstige und pflegeleichte extensive Dachbegrünung benötigt keine weitere Bewässerung. Sie lässt sich auch auf Schrägdächern mit einer Neigung von bis zu 10 Grad anbringen. Dafür kommen vor allem anspruchslose, niedrigwüchsige Pflanzenkulturen in Frage.

Eine Intensivbegrünung hingegen gleicht eher einer Gartenanlage. Wegen der erhöhten Nutzung ist in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich. Bei der Gestaltung ist die Auswahl nahezu unbeschränkt: Rasen, Stauden, Sträucher und Bäume lassen sich ebenso anbringen wie Wege, Sitzplätze und Teiche. Der Aufbau erfordert mindestens 30 cm Substratstärke und wird regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen versorgt.


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