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 Laminat-Belag auf Fußbodenheizung
Bei fachgerechter Verlegung können Laminat-Beläge auch auf
Fußbodenheizungen verlegt werden. Dies ist schwimmend oder mit
vollflächiger Verklebung möglich.
Verboten ist allerdings nach den VDE-Vorschriften Laminat auf einer
Elektro-Fußbodenheizung. Diese Fußbodenheizungsart wird zu heiß.
Der günstige Wärmedurchlasswiderstand des Laminatbodens ermöglicht
einen wirtschaftlichen Betrieb der Heizung: Da die Paneele
"fußwarm" sind, kann die Fußbodenheizung (speziell in der
Übergangszeit) eher abgeschaltet werden als das beispielsweise bei
Keramikböden der Fall ist.
Einige vorbereitende Maßnahmen bei neu installierten
Fußbodenheizungen sind bei neuen Laminatböden zu beachten:
- Nach DIN 18353 muss der Estrich fachgerecht hergestellt werden.
Außerdem ist das Merkblatt für beheizte Fußboden-Konstruktionen
vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes zu beachten. Nach
diesem müssen u.a. die Heizungsrohre mit mindestens 30 mm Estrich
bedeckt sein. Die Liegezeit für das Belegreifheizen eines
Zement-Estriches liegt in der Regel bei mindestens 28 Tagen, bei
Calciumsulfat-Estrichen (Anhydrit) bei mindestens 14 Tagen. Die
Belegreife ist erreicht, wenn bei der durchzuführenden CM-Messung
Estrich-Feuchtewerte bei Zement-Estrich von 1,8 CM bei
Calciumsulfat-Estrich (Anhydrit) von 0,3 CM gemessen wurden.
Scheinfugen und Risse im Estrich müssen bei vollflächiger
Verklebung und auch bei schwimmender Verlegung unbedingt
kraftschlüssig verbunden werden. Dies erfolgt durch Ausgießen mit
Zwei-Komponenten-Kunstharz. Bewegungs-Fugen, die vom
Heizungshersteller zwingend eingebracht wurden, müssen in die
Laminatfläche übernommen werden.
- Die Vorlauftemperatur beim Belegreifheizen ist täglich von 25°C
beginnend um 10°C zu erhöhen bis zur Erreichung von 55°C bzw. der
vorgesehenen maximalen Vorlauftemperatur. Die eigentlich
energiesparende Nachtabsenkung muss vorher deaktiviert werden.
- Elf Tage lang wird bei 55°C bzw. mit der vorgesehenen maximalen
Vorlauftemperatur ohne Nachtabsenkung geheizt.
- Täglich wird nun die Wassertemperatur um 10°C gesenkt, bis
wieder eine Vorlauftemperatur von 25°C erreicht ist. Die
Nachtabsenkung bleibt weiter außer Betrieb.
- Mit einem so genannten CM-Gerät muss die Estrichfläche an den
ausgewiesenen Messstellen auf Feuchtigkeit überprüft werden. Falls
die Belegreife nicht erreicht wurde, muss mit ca. 40°C
Vorlauftemperatur bis zur Belegreife weitergeheizt werden.
- Erst dann kann der Laminatboden verlegt werden: die entsprechende
Verlegeanleitung beachten. Bei der Verlegung muss die
Oberflächentemperatur mindestens 18°C und die relative
Luftfeuchtigkeit weniger als 65 % betragen.
- Nach Verlegung der Böden muss das Raumklima mindestens 5 Tage
lang konstant bleiben.
- Während der Heizperiode kann dann die Heizungsanlage aufgeheizt
werden.
Wichtig:
Bestehen Sie auf ein vollständig ausgefülltes und unterschriebenes
Aufheizprotokoll, denn eine Gewährleistung für Schäden, die auf
Nichtbeachtung oben beschriebener Vorbereitungsarbeiten zurückzuführen
sind, übernimmt kein Laminat-Hersteller.
Die Vorbereitungsarbeiten bei bestehenden Fußbodenheizungen sind
wesentlich schneller durchgeführt. Bei Warmwasser-Fußbodenheizungen,
die bereits über mehrere Heizperioden betrieben wurden, empfiehlt es
sich, diese vor der Verlegung 7 Tage lang mit einer Vorlauftemperatur
von 45°C ohne Unterbrechung aufzuheizen und anschließend wieder auf
25°C abzusenken.
Aufgrund der raumklimatischen Verhältnisse ist während der
Heizperiode nicht auszuschließen, dass zwischen den
Laminatboden-Elementen geringfügige Fugen entstehen. Dies ist jedoch
kein Qualitätsmangel. Minimiert bzw. verhindert kann diese Erscheinung
werden durch ein nahezu konstantes Klima im Raum von ca. 20°C und 50 %
relative Luftfeuchtigkeit. Oft reicht es schon aus, wenn Sie häufig und
ausreichend Lüften.
Achtung:
Decken Sie ihren auf einer Fußbodenheizung verlegten Laminatboden
niemals mit Teppichen ab. Dabei kann es unter Umständen zu einem
Hitzestau kommen, der die Laminatpaneele beschädigen kann.
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